Finanzierung von studentischen Initiativen und Gremien

Die BuFaK WiSo fordert eine angemessene Finanzierung von studentischen Initiativen und Gremien ein. Eine überregionale Vernetzung sowie Weiterbildungen und der Zugang zu anderen hochschulbezogenen Veranstaltungen sollten allen Interessierten möglich sein und nicht von der finanziellen Stärke einer Studierendenvertretung abhängen. Deshalb fordert die BuFaK WiSo das BMBF auf, seine Vergabepraxis zur „Förderung von studentischen Initiativen und Verbänden“ grundlegend zu überdenken und zu verbessern. Die bürokratischen Hürden und der bloße mit der Antragsstellung verbundene Aufwand haben mit der damit geförderten Zielgruppe wenig gemein. Die Höchstfördergrenzen sowohl in Bezug auf die maximal geförderte Teilnehmerzahl, 150 Teilnehmer, sowie die Höchstfördersumme von 40€ pro Teilnehmer pro Übernachtung, sind nicht mehr zeitgemäß. Viele bundesweite Konferenzen, Tagungen und Fortbildungsseminare erreichen weit höhere Teilnehmerzahlen. Dies spricht sowohl für vorhandenes Interesse an solchen Veranstaltungen sowie der fachlichen Notwendigkeit. Insbesondere die finanzielle Unterstützung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung für die Förderung hochschulbezogener zentraler Maßnahmen studentischer Verbände und anderer Organisationen ist nicht mehr Zeitgemäß, da die Förderbeträge pro Person sowie die maximal Förderfähige Personenzahl seit dem Jahr 2008 nicht mehr angepasst worden ist. Damals wurde die maximal geförderte Teilnehmerzahl von 100 auf 150 erhöht und die Höchstfördersumme je Maßnahmentag von 35€ auf 40€ erhöht. Heutzutage ist die Begrenzung auf 150 geförderte Teilnehmer wenig sinnvoll. Die größten studentischen Konferenzen und Tagungen haben bereits bis zu 300 Teilnehmer. Eine Anpassung der geförderten Teilnehmer auf mindestens 250 ist daher angebracht. Die BuFaK WiSo hat als eine der größeren Konferenzen in den letzten Semestern nahezu immer weit über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bei ungefähren 70 beteiligten Fachschaften von ca. 210 WiWi Fachschaften in Deutschland. Zusätzlich scheint die Begrenzung auf eine geförderte Veranstaltung pro Jahr wenig zielführend. In Zeiten der Bologna Reform hat die Schnelllebigkeit der studentischen Interessenvertretung rapide zugenommen. Um auch weiterhin die qualitativ hochwertige Vertretung der Studierendenschaft durch ihre Vertreter zu gewährleisten, muss gerade bei deren Weiter-, Fort- und Ausbildung eine Verstetigung herbeigeführt werden. Die Fördersumme von 40€ pro Übernachtung pro Teilnehmer ist seit Jahren unverändert. Die Inflation hat seit der letzten Erhöhung im Jahr 2008 die reale Höchstfördersumme mit dem Basisjahr 1999 wieder auf die Fördersumme des Jahres 2006 fallen lassen, real 31,42 Euro je förderfähigem Teilnehmer. Um im Korridor der realen Förderung von 31-35€ je Teilnehmer zu bleiben ist in den nächsten zwei Jahren somit eine erneute Erhöhung von 5€ je förderfähigem Teilnehmer notwendig. Die Forderung der BuFaK WiSo ist zusammengefasst: 1. Erhöhung der förderfähigen Teilnehmerzahl um 50 Personen von 150 auf 200 Personen. 2. Erhöhung der förderfähigen Maßnahmen im Kalenderjahr auf zwei Veranstaltungen. 3. Erhöhung der Höchstfördersumme um 5€ je Teilnehmer auf 45€.

  • Verabschiedet auf der Sommer-BuFaK 2018 in Göttingen