Studentische Mobilität effektiv fördern

Die Bundesfachschaftenkonferenz WiSo setzt sich für die aktive und effektive Förderung der Mobilität aller Studierenden ein. Dies beinhaltet vor allem studierendenfreundliche Semestertickets nach dem Solidarmodell sowie eine fahrradfreundliche Infrastruktur und internationale Mobilität. Mobilität ist wichtiger Bestandteil im Prozess des Lernens und Erleben des Studiums als Lebensabschnitt und sollte allen Studierenden in der Mobilität ihrer Wahl ermöglicht werden. Das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur sollte zusammen mit den Verkehrsverbünden dafür Sorge tragen, dass den Studierenden diese Mobilität zugänglich ist.

Aktuell gibt es beispielsweise in 12 der Bundesländer landesweite Semestertickets. Bei Urabstimmungen zur Verlängerung der Semestertickets gibt es von Seiten der Studierenden stets eindeutige Zustimmung. In Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Bayern wird noch darum gekämpft ein solches einzuführen. An manchen Hochschulstandorten wurde im vergangenen Jahr dem Erhalt des Semestertickets trotz 30%iger Preiserhöhung mit 95% zugestimmt. Daran wird deutlich, wie wichtig Mobilität und die dadurch geschaffene Freiheit des Aufenthaltsortes für junge Erwachsene ist. Auch die Hemmschwelle, sich bei der Wahl des Studienortes ganz auf die angebotenen Fächer zu konzentrieren und die Kosten der Heimreise zu vernachlässigen, sinkt.

Studierende sollten viele Teile des Landes sehen, um sich kulturell und geografisch weiterzubilden. Um dies auch den ärmeren Studierenden zu ermöglichen, ist ein bundesweites Semesterticket unabdingbar.

Weiterhin würde durch ein Semesterticket eine Lenkung von Auto- und Flugzeugverkehr auf Bahnverkehr stattfinden. Dies kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern schafft auch eine bessere Auslastung und ermöglicht dadurch eine engere Netzdichte. Je früher die Gesellschaft beginnt, mit der Bahn zu reisen, desto wahrscheinlicher ist ein lebenslanger Nutzen. Dies bedeutet in der Konsequenz, dass der langfristige Effekt für Umwelt und Gesellschaft unwahrscheinlich groß ist, wenn die Bundesstraßen so langfristig entlastet werden. Die Einsparungen und der volkswirtschaftliche Gewinn können so direkt der Unterstützung und Subventionierung des Tickets durch den Bund zugutekommen und hier sinnhaft investiert werden.

Die Preise der Landestickets müssen in der Folge drastisch sinken, die Deutsche Bahn muss die Regionen entsprechend der Region unterstützen. Die Preise müssen den Nutzern abweichend einer Bahncard 100 entsprechend ausfallen, da die Nutzungshäufigkeit deutlich nach unten abweicht. Das Angebot des solidarischen Tickets muss es bundesweit für alle Studierendenschaften geben, jedoch muss und kann jede Studierendenschaft selbst sich für oder gegen die Nutzung in ihrer Gänze entscheiden. Der Solidaritätsbeitrag wird beim Auslandsaufenthalt ausgesetzt, da eine Finanzierbarkeit im Sinne des Studierenden nicht gewährleistet werden kann und eine Möglichkeit zur Nutzung des Tickets nicht mehr existent ist.

Daher fordert die BuFaK WiSo die Verantwortlichen auf, die Verhandlungen zu einem bundesweiten Semesterticket aufzunehmen und die anderen Bundeskonferenzen und vergleichbaren Vereinigungen mit studentischen Interessen sich diesem Papier anzuschließen.

  • Beschlossen auf der Winter-BuFaK in Dortmund (03.11.2018)